Wie viel kostet ein Hochzeitsfotograf?
Jedes Brautpaar kennt es: Es beginnen die Vorbereitungen für die eigene Hochzeit. Die Vorfreude ist riesig. Die Checkliste ist umfangreich. Vom Hochzeitskleid über die Deko und Hochzeitstorte bis zur Wahl der Location und den Dienstleistern ist alles dabei, was das Herz begehrt. Eine Frage bleibt jedoch immer:
Was kostet ein Hochzeitsfotograf?
Die Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, und ich werde hier auch keine konkreten Preise nennen. Was ich aber erklären will ist das, was wirklich dahintersteckt.
Warum sind Hochzeitsfotografen „so teuer“?
Wenn man einmal verstanden hat, was alles dahintersteckt, ist ein Hochzeitsfotograf nicht teurer als andere Dienstleister.
Bleiben wir bei einem typischen Beispiel: 8 Stunden Begleitung vor Ort. Das sind in etwa die Stunden, die wir als Hochzeitsfotograf vor Ort für das Brautpaar und die Hochzeitsgesellschaft sichtbar sind. Was bei der Kalkulation oft außer Acht gelassen wird, ist die zeitaufwendige Vor- und Nacharbeit. Die Nachbearbeitung der Bilder nimmt in der Regel etwa die doppelte Zeit der gebuchten Stunden in Anspruch. Hinzu kommen Anfahrt zur Location, Kennenlerngespräch, Vertrag, Zeit für weitere Fragen, Locationscouting und die gesamte Kommunikation im Vorfeld.
Konkret: Aus acht Stunden vor Ort werden schnell 25 bis 30 Stunden Gesamtaufwand. Davon gehen noch Steuern, Krankenversicherung, Sozialabgaben, Ausrüstung, Software, Lizenzgebühren, Weiterbildung und Fahrtkosten ab. All das sind Kosten, die ein Selbstständiger vollständig alleine trägt.
Was auf den ersten Blick viel wirkt, relativiert sich schnell wenn man durchrechnet, was tatsächlich pro Stunde übrig bleibt.
Warum ihr in einen professionellen Hochzeitsfotografen investieren solltet
Es gehört weitaus mehr dazu, als auf den Auslöser seiner Kamera zu drücken. Es geht darum, Emotionen sichtbar zu machen, natürliche und ungestellte Momente festzuhalten ohne dabei selbst aufzufallen, denn es ist der Hochzeitstag des Brautpaares. Man muss als Hochzeitsfotograf auf ALLES vorbereitet sein: schlechtes Licht, Regen, spontane Programmänderungen, Gruppenfotos die trotzdem natürlich wirken sollen und die später auch Platz im Album finden.
Für diesen einen großen Tag im Leben eines Brautpaares gibt es keine zweite Chance, denn es geht darum Erinnerungen festzuhalten, damit man sich auch Jahre nach der Hochzeit an den Fotos erfreuen kann. Letztendlich sind die Fotos eurer Hochzeit eine Investition in die Zukunft und sie werden im Laufe der Jahre immer wertvoller und dafür bedarf es sehr viel Erfahrung, Know How und Hingabe des Fotografen sowie eine professionelle Ausrüstung.
Manche Paare geben 1.000 Euro für eine Hochzeitstorte aus, die in einer Stunde aufgegessen ist, und sparen dann am Fotografen. Die Fotos hingegen halten ein Leben lang.
Was ihr bei der Auswahl eures Hochzeitsfotografen beachten solltet
Die Chemie muss passen. Ihr verbringt euren gesamten Hochzeitstag mit dieser Person, oft zehn Stunden und mehr. Wenn das Bauchgefühl im ersten Gespräch nicht passt, werden auch die Fotos das widerspiegeln. Natürliche und ungestellte Bilder entstehen nur dann, wenn ihr euch in Gegenwart eures Fotografen wirklich wohlfühlt.
Schaut euch komplette Reportagen an, nicht nur eine Handvoll ausgewählter Highlights. Jeder hat ein paar gute Einzelbilder. Entscheidend ist, ob ein Fotograf einen gesamten Tag konsistent und auf hohem Niveau dokumentieren kann: vom Getting Ready über die Trauung bis zur Party am Abend, bei schlechtem Licht genauso wie bei strahlendem Sonnenschein.
Fragt nach Erfahrung. Nicht nur wie viele Jahre jemand fotografiert, sondern wie viele Hochzeiten er wirklich begleitet hat. Ein Fotograf, der bereits 200 Hochzeitsreportagen begleitet hat, hat viel mehr Routine als jemand mit 20. Er hat mehr gesehen, mehr erlebt und weiß, was passiert wenn der Zeitplan kippt, das Licht wegfällt oder es plötzlich anfängt zu regnen.
Achtet auf Verlässlichkeit. Gibt es einen Vertrag? Einen klaren Ablauf? Antwortet der Fotograf zügig auf Anfragen? Wie er vor der Hochzeit kommuniziert, so arbeitet er auch am Tag selbst.
Und zuletzt: Vergleicht nicht nur Preise. Zwei Angebote die auf den ersten Blick ähnlich aussehen, können sich im Leistungsumfang, in der Erfahrung und in der Bildqualität erheblich unterscheiden.
Ich verstehe natürlich, dass nicht jeder tausende Euros in seine Hochzeit investieren kann oder will, aber am Ende bleiben genau 2 Dinge übrig: Die Ringe und die Fotos.
Wenn ihr bis hierher gelesen habt und mehr über mich und meine Arbeit erfahren wollt, schaut gerne vorbei. Vielleicht bin ich genau der Hochzeitsfotograf, den ihr sucht. Ich freue mich auf eure Nachricht.


